Container-Virtualisierung bei einer gewerblichen Berufsgenossenschaft

DER AUFTRAG

Das vorhandene System des Unternehmens bestand aus einer monolithischen Software-Architektur. In dieser waren die Services einzelner Bereiche eng miteinander verflochten. Die Folge war, dass jede Änderung in einem Bereich Konsequenzen für die anderen Bereiche hatte. Die großen Abhängigkeiten innerhalb des Systems führten zu mühsamen und zeitaufwendigen Kommunikations- und Koordinationsprozessen.

Abhilfe sollte eine Microservice-Architektur schaffen, die nach erster Schätzung 700 Prozesse abbilden und damit zu einer besseren Wartbarkeit und schnelleren Release-Zyklen führen sollte. Um dies zu erreichen, brauchte man eine hochverfügbare skalierbare Plattform. Nach einer ersten Analyse wurde die direkt gruppe beauftragt, eine technische Zielarchitektur für ein neues Kernsystem auf Basis von Docker und Kubernetes zu entwerfen und aufzubauen. Ausgehend von dieser Zielarchitektur sollten gemeinsam vereinbarte Veränderungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Das Veränderungsvorhaben sollte anschließend durch die direkt gruppe begleitet werden, um die Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilen und gegebenenfalls justieren zu können. Im Kern des Auftrags stand des Weiteren die Befähigung der Mitarbeitenden, das Veränderungsvorhaben eigenständig voranzubringen. Zu diesem Zweck mussten Grundlagen der Technologien vermittelt sowie Rollen und Verantwortlichkeiten geklärt werden.

Container Blau rot

ÜBER DAS UNTERNEHMEN 

Der Kunde ist eine Berufsgenossenschaft mit Niederlassungen in ganz Deutschland. Die Genossenschaft beschäftigt etwa 2000 Mitarbeitende.

4

Monate
Projektdauer

25

Mitarbeitende
kundenseitig

3

Mitarbeitende
direkt gruppe

775

Mircoservices an Stelle
eines Monolithen

10

Fokusthemen zur Umsetzung

6

Monate für eine lauffähige
Produktivumgebung

DIE HERAUSFORDERUNG

Am Kernsystem sollte neben dem Betrieb, der sich auf zwei Gesellschaften innerhalb der Genossenschaft aufteilt, auch die Entwicklung mitwirken. Es galt also, drei verschiedene Unternehmen mit divergierenden Interessen und Zielen zu berücksichtigen. Eine so enge Zusammenarbeit war für alle Beteiligten neu. Zu Beginn des ersten Workshops zeigte sich, dass die Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Häusern ein abweichendes Verständnis und Wording bezüglich der Technologien hatten. Auch die Zielbilder gingen stark auseinander. Darüber hinaus verfügten die beteiligten Personen über nur wenig Wissen über die Technologien Docker und Kubernetes. Auch die angestrebte Dauer des Projekts stellte eine Herausforderung dar: Das Vorhaben sollte innerhalb von 6 Monaten umgesetzt werden.

UNSER LÖSUNGSVORSCHLAG

Im Rahmen eines ersten Kick-off-Workshops wurden alle Projektbeteiligten zusammengebracht sowie deren Erwartungshaltung und Wünsche angehört. Die Anforderungen an das Zielbild wurden gesammelt und konsolidiert. So entstand ein gemeinsames Zielbild. Auch in der Umsetzungsphase fanden regelmäßig begleitende Workshops statt. Zudem erhielt der Kunde Unterstützung durch ein Container-Basistraining, um so das Wissen über die Technologien zu stärken.

Metromap zur Container-Virtualisierung

Container-Virtualisierung berührt diverse Bereiche im Unternehmen. Neben dem Verständnis davon, was die Technologie beinhaltet (pink), sind die IT-Sicherheit (blau), Auswirkungen auf Dev und Ops (hellgrün) und die zugrunde liegende Infrastruktur (dunkelgrün) zu betrachten. Container-Virtualisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern muss die Gesamtstrategie der IT unterstützen (rosa).

ERZIELTE ERFOLGE DES PROJEKTS

Am Ende der Projektzeit standen ein abgestimmtes Zielbild, ein Entwurf der Plattform auf Basis von Container und Kubernetes sowie eine lauffähige Umgebung für Development, Test und Product. Zudem konnten die Mitarbeitenden das Erlernte durch die direkte Anwendung der Technologien festigen und vertiefen. Die drei Häuser arbeiten weiterhin eng zusammen und teilen mittlerweile ein gemeinsames Verständnis von den Bedürfnissen von Dev und Ops.

LESSONS LEARNED

Umgebungen mit Kubernetes und Docker befinden sich im ständigen Wandel und erfordern ein Neudenken der bestehenden Arbeitsprozesse und der Zusammenarbeit. Hervorzuheben ist, dass besonders die erfahreneren Projektbeteiligten sehr schnell zur Verwendung der neuen Technologien und zur engen bereichsübergreifenden Zusammenarbeit bereit waren. Die Querschnittsfunktionen der Technologie erfordern einen Paradigmenwechsel bestehender Strukturen. Vor allem bei neuen Technologien, die immer häufiger und schneller am Markt auftauchen, existieren selten bestehende Erfahrungswerte und einkaufbares Wissen. Es ist notwendig, unmittelbar mit den neuen Technologien zu arbeiten, zu experimentieren und eigene Erfahrungen zu sammeln. Hierfür müssen Freiräume geschaffen werden.

Projektfazit Kunde

„Basierend auf der Einsicht, voneinander und miteinander lernen zu müssen, konnten wir durch eine offene Zusammenarbeit der drei Häuser und eine strukturierte Arbeitsweise in den letzten 5 Monaten vorzeigbare Ergebnisse erzielen.“

Kommentare der Projektleiter

Portrait Philippe Tiede direkt gruppe

Software Architekt – Philippe Tiede

„Container ist mehr als nur die Technologie! Container-Projekte schaffen auch immer Chancen für Prozesse, Organisation und Menschen.“

Projektleiter und Senior Software Architekt – Sebastian Schulze

„Heute geht es nicht mehr darum, schnellere Software zu entwickeln, sondern schneller Software zu entwickeln.“

Portrait Sebastian Schulze direkt gruppe

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